Hochzeit bei Ravns

Der Hochzeitstag

Ein Sonnentag platziert mitten im Hamburger Sommer (10°C, Nieselregen): Am 9.9.2004 durfte das Brautpaar den vorsorglich angefertigte Südwesterzylinder, den Ölfrack und das regendichte Brautkleid doch zuhause lassen, denn das Wetter wußte, was zu tun ist! Hier ein winziger Querschnitt durch das Fotoalbum der Hochzeit. Interessenbekundung an weiteren Bildern wird seitens des Brautpaars sofort und rücksichtslos mit einem ausgedehnten Fotoalbumabend bestraft. Dennoch Wagemutige melden sich bitte, z.B. telefonisch.

Das Goßlerhaus in Hamburg-Blankenese findet alle zwei Wochen mal sporadisch als Standesamt Verwendung. Nächtliche Sitzblockaden vor der Amtstür sicherten uns die Prime Time als Hochzeitstermin.

Da der Bräutigam sich noch nicht alleine anziehen konnte, waren zwei Ankleideherren hilfreich zur Stelle.

Braut (rechts) und Bräutigam (links, mit Zylinder) im Gegenlicht.

Das Brautpaar läßt sich von der Standesbeamtin über angebliche Pflichten des Ehelebens aufklären. Wir haben trotzdem ja gesagt.

Einer von uns beiden sagt gerade "Ja". Wer, kann man hier nicht so einfach ermitteln.

Die Stadtverwaltung untersagt ausdrücklich das Feiern vor dem Gebäude. Aber wir stehen nur zufällig herum. Die anderen kennen wir gar nicht. Und der Schnittchen- und Sektkellner hat sich verlaufen.

Daß das blind geliehene Hochzeitsauto perfekt auf das Hochzeitskleid abgestimmt ist, wußten wir auch erst, als es da war. Besten Dank an Manfred für die vorausschauende Farbwahl des Polsters.

Die Fahrt in Manfreds Cabrio ist nur etwa einen Kilometer lang. Der Stau macht es jedoch möglich, den wunderbaren Moment auf etwa 20 Minuten zu strecken.

Selbst mir als gebürtigen Halstenbeker bislang unbekannt, fristet die "Villa Halstenbek" (ehemals "Wuppermanns Kochstube") ein verträumtes und wunderschönes Dasein hinter drei Meter hohen Hecken. Lediglich die Beschriftung könnte man mal abmontieren.

Die Meute von oben.

Das Paar erholt sich vom stressigen, nunmehr schon fast drei Stunden andauernden Eheleben.

"Wir haben eine Liste. Das ist zunächst nicht ungewöhnlich, denn wir haben viele Listen." -- Mit diesen Worten beginnt die Hochzeitsrede, mit welcher das junge, ausgeruhte Paar die Gäste am Verzehr der Vorspeise hinderte.

Die Braut bringt ihr florales Wurfgeschoss in Stellung...

... und erwischt Christina frontal, welche pflichtbewußt auch 1 1/2 Jahre später heiraten wird.

Luftballons mit Gewinnen, die dem Brautpaar bei Rücksendung zuteil werden sollen. Zurück kehrten eine Karte aus Dänemark (!?) und die von Opa, der die Spielregeln nicht verstanden hatte. Die Karte aus DK beschert uns zumindest ein Kitebuggyfahren auf Røm.

Hawaiianische Folklore, wie sie sich nur deutsche Pauschaltouristen, Hochzeitsgesellschaften und Plastikblumenhersteller vorstellen können.

Karen war jahrelang Jagdwild für Dorfgrobiane in der Wedeler Tanzschule Klick, und ich habe mir bei Wendt in Rellingen kurz vor der Gold-Prüfung die Kniescheibe ausgerenkt. Wofür haben wir jahrelang gelitten, wenn nicht für den Hochzeitswalzer? Eben!

Und der Hochzeitswalzer wurde live gespielt vom zehnköpfigen Silvesterorchester, wie immer unter der Leitung von Kapellmeister Dr. Rothkamm. Mindestens einer der abgebildeten Geiger hat sein Instrument dieses Jahr das allererste Mal in der Hand.

Als Vorbereitungsmaßnahme für die kommende Hochzeitsreise wirft sich Karen in den Hula-Reifen, während ihr glücklicher Ehemann im Hintergrund gezwungen wird, auf dem Schülerakkordeon das Gesangsensemble zu begleiten. In Es-Dur! Das Akkordeon hat kein Es!

Die schon total unterzuckerte Hochzeitsgesellschaft geiert nun schon längere Zeit auf das Anschneiden der Hochzeitstorte, so daß das Paar sich irgendwann endlich bequemt und das dreistöckige Prachtstück dem Mob freigibt.

Die Torte ziert ein massives Marzipanflugzeug, welches an den Heiratsantrag erinnern soll, und auch zwei Wochen nach der Heirat noch eine prima Konsistenz hat, so daß das Hochzeitspaar es irgendwann desnachts verputzt.