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	<description>Welch ein Name, welch eine Website!</description>
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		<title>Frieren bei 25 Grad</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 08:03:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rude</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonnabend war European Freeze Flashmob, auch in der Hamburger Spitalerstra&#223;e. K&#246;rrie und ich begleiteten diesen musikalisch unter dem Motto &#34;Beliebte Melodien auf unbeliebten Instrumenten&#34; auf Mundharmonika und Ukulele. Danke den Jungs von der Flashmob Community Hamburg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sonnabend war <a href="http://flashmob-hh.de/efm2011" target="_blank">European Freeze Flashmob</a>, auch in der Hamburger Spitalerstra&szlig;e. <a href="http://koerrie.de" target="_blank">K&ouml;rrie</a> und ich begleiteten diesen musikalisch unter dem Motto <em>&quot;Beliebte Melodien auf unbeliebten Instrumenten&quot;</em> auf Mundharmonika und Ukulele. Danke den Jungs von der <a href="http://flashmob-hh.de/" target="_blank">Flashmob Community Hamburg</a>.</p>
<p><iframe height="311" frameborder="0" width="500" allowfullscreen="" src="http://www.youtube.com/embed/wruNwWDzg_4?rel=0"></iframe></p>
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		<title>Henrike Solveigh Ravn</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 14:07:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rude</dc:creator>
				<category><![CDATA[Highlights]]></category>

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		<description><![CDATA[Liegen fast neun Monate zwischen zwei Blogeintr&#228;gen, liegt das weniger daran, dass nix los ist, sondern eher daran, dass Blogs inzwischen in etwa so Achtziger sind wie Videorekorder oder myspace. Gern reanimieren wir aber dieses Medium, um die interessierten Fachwelt an unserem Gl&#252;ck teilhaben zu lassen: Unsere Tochter Henrike ist geboren! Die Geburt verlief mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a target="_blank" rel="lightbox[333]" href="/contentfiles/Image/blog/trbn_hnrk.jpg"><img class="contentimg" id="333thumb1" alt="" src="/contentfiles/Image/blog/trbn_hnrk.jpg/thumbnailer/x=500&amp;q=100" /></a></p>
<p>Liegen fast neun Monate zwischen zwei Blogeintr&auml;gen, liegt das weniger daran, dass nix los ist, sondern eher daran, dass Blogs inzwischen in etwa so Achtziger sind wie Videorekorder oder myspace. Gern reanimieren wir aber dieses Medium, um die interessierten Fachwelt an unserem Gl&uuml;ck teilhaben zu lassen:</p>
<p><strong>Unsere Tochter Henrike ist geboren!</strong></p>
<p>Die Geburt verlief mit einer Dauer von etwa 5 Minuten recht z&uuml;gig. Basierend auf diesem Zeitrahmen haben wir errechnet, dass beim derzeit g&uuml;ltigen Geburten-Pauschalsatz der Jahresverdienst einer Hebamme ca. 2,4 Millionen Euro betr&auml;gt.</p>
<p>Weiteres f&uuml;r Statistikliebhaber erw&auml;hnenswertes Zahlenwerk: 9.8., 4 kg, 52 cm, Hutgr&ouml;&szlig;e 36. Die beiden Vornamen sind ein <a href="http://www.sibiller.de/anagramme/cgi-bin/CallWP.cgi?text=henrike+solveigh&amp;pre=&amp;anz=5&amp;max=12&amp;min=5&amp;typ=1&amp;log=1&amp;submit=+++++++Generator+starten!++++++" target="_blank">Anagramm</a> zu &quot;EKLIGES HORNVIEH&quot; und der gesamte Name erzielt beim Scrabble 37 Punkte (ohne Bonusfelder). &quot;Henrike&quot; bedeutet soviel wie &quot;die die komplette Bude unter Beschlag nimmt&quot;,&nbsp; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henrike" target="_blank">Wikipedia</a> erw&auml;hnt ferner eine &auml;hnlich benannte Galapagos-Riesenschildkr&ouml;te sowie einen Asteroiden.</p>
<p>Wir freuen uns &uuml;ber unser neues Familienmitglied, und dar&uuml;ber, dass k&uuml;nftig die Kindergeburtstage direkt im Anschluss an das <a target="_blank" href="http://wacken.com">Wacken Open Air</a> stattfinden.</p>
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		<title>Nach Sankt Gallen, der Semmel wegen, oder: Hoppla, was kostet die Wurst?</title>
		<link>http://www.ravn.de/blog/nach-sankt-gallen-der-semmel-wegen-oder-hoppla-was-kostet-die-wurst</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 07:09:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rude</dc:creator>
				<category><![CDATA[LÃ¤sterliches]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun, da die Tage k&#228;lter werden, gel&#252;stet es einem nach dem vollendetem Besuch des, je nach Geschlecht oder Vorlieben, Bau- oder Flohmarkts nicht mehr nach k&#252;hlendem Eis oder Bier, sondern nach etwas Warmen, Ungesunden an der Wurstbude. Und hier ist es, wo sich jedes Jahr aufs neue ein Land seinen kulturellen Spiegel vorhalten lassen muss. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a target="_blank" rel="lightbox[662]" href="/contentfiles/Image/blog/wurstkarte_kl.jpg"><img class="contentimg" id="662thumb1" alt="" src="/contentfiles/Image/blog/wurstkarte_kl.jpg/thumbnailer/x=500&amp;q=100" /></a></p>
<p>Nun, da die Tage k&auml;lter werden, gel&uuml;stet es einem nach dem vollendetem Besuch des, je nach Geschlecht oder Vorlieben, Bau- oder Flohmarkts nicht mehr nach k&uuml;hlendem Eis oder Bier, sondern nach etwas Warmen, Ungesunden an der Wurstbude. Und hier ist es, wo sich jedes Jahr aufs neue ein Land seinen kulturellen Spiegel vorhalten lassen muss. Hier stellt sich die Frage: was f&uuml;r Dinge essen wir, und was sind uns diese wert.</p>
<p>Ich durfte viele Jahre lang, vor allem zur kalten Jahreszeit, im sch&ouml;nen St. Gallen in der Ostschweiz zu Gast sein. Bekannt vor allem durch die sehr dekorative weltkulturvererbte <a target="_blank" href="http://www.stiftsbibliothek.ch">Stiftsbibliothek</a>, in der man zugegebenerma&szlig;en hervorragend auf Filzpantoffeln &uuml;ber den Intarsienfu&szlig;boden schliddern kann, ist die eigentliche Attraktion dieser Stadt jedoch die Bratwurst. Sie allein ist schon die Anreise wert. Sie muss nicht unbedingt von den lokalen Metzgergr&ouml;&szlig;en <a target="_blank" href="http://www.metzgereischmid.ch/bratwurst.php">Schmid</a> oder  <a target="_blank" href="http://www.gemperli.ch/deu/Spezialitaten.shtml">Gemperli</a> kommen; auch das Modell, das vor dem &ouml;rtlichen Coop (ohne &#8216;Okina gesprochen) vor sich hinbr&auml;t, ist schon sensationell. Die Wurst kommt vom einheimischen Nutztier, was mit einer an ein Datenschutzvergehen grenzenden Herkunftsangabe belegt wird. Das Grillgut findet auch in den anderen Regionen der Schweiz gro&szlig;en Zuspruch (was in diesem von einer Art Raubtierf&ouml;deralismus gepr&auml;gten Land schon was hei&szlig;t), und so bekommt man sie auch, wenn man z.B. in Z&uuml;rich aus der Bahn steigt und sich an der erstbesten Wurstbude eine Wurst kauft. Eine herrlich duftende, gut gew&uuml;rzte, frische, anst&auml;ndig gro&szlig;e Bratwurst mit einem sagenhaften Bauernbr&ouml;tchen (&quot;B&uuml;rli&quot;) dazu. Die hat dann auch ihren Preis: mit um und bei sechs &quot;Stutz&quot; (Schweizer Franken), mithin ca. 4 Euro, ist man dabei und immerhin danach satt und gl&uuml;cklich.</p>
<p>Nun begeben wir uns &uuml;ber die Grenze, am besten nach Norddeutschland, da verstehen sie laut Guide Michelin am wenigsten vom Essen, und vom Fleisch schon gar nichts (die Ganzjahres-Aggro-Griller aus Westfalen vielleicht mal ausgenommen). Was bekommt man also an der deutschen Wurstbude? Meist eine zeigefingerdicke, ihrer Discounter-Vakuumverpackung entrissene, stundenlang bei Zimmertemperatur im lauwarmen Fett ged&ouml;rrte Wurst, die mal Th&uuml;ringer hie&szlig;, aber das darf man ja nicht mehr sagen, seit ein paar zwangsversetzte Marketingstrategen mit geographischem Minderwertigkeitskomplex die Ostzone mit der Champagne verwechselt haben, und sich den Begriff irgendwie sch&uuml;tzen lie&szlig;en. Nicht mal die zwischenzeitlich eingef&uuml;hrte klobige Bezeichnung &quot;th&uuml;ringische Art&quot; fand das Nachsehen der Strukturneider. Nennen wir sie also stattdessen &quot;Bratwurst sowjetisch besetzter Art&quot;, oder einfach &quot;Zonenwurst&quot;.</p>
<p>Also, wir erhalten &#8212; wohlgemerkt mit dem gleichen Wortlaut &quot;Eine Wurst, bitte&quot; wie in der Schweiz bestellt &#8212; eine Zonenwurst. Das allein ist schon nicht preisverd&auml;chtig (und ich komme aus der Heimatstadt des Wurstherstellers hareico, bin also dem Br&auml;t gegen&uuml;ber durchaus positiv gepr&auml;gt). Aber der Hammer ist die &quot;Beilage&quot;: <strong>eine halbe, diagonal zerteilte ungetoastete Scheibe Toast!</strong></p>
<p>Himmel! Ein 500g-Toastbrot <a href="http://www.doit24.de/?p=artdetails&amp;Artikel=54014527&amp;campaign_id=1" target="_blank">kostet weniger als 60 Cent</a>, hat 25 Scheiben, und davon <a href="http://koerrie.de/einhalb-video" target="_blank">eine Halbe</a> (sic!), das macht &#8212; an dieser Stelle hole ich einen Taschenrechner mit Gleitkommakompetenz hervor &#8212; etwas &uuml;ber einen Cent pro Portion! Im Wurstbundle sind es dann ein Euro neunzig (offizielles Baumarktparkplatzpreisniveau).</p>
<p>Zwei W&uuml;rste, zwei Welten. Was haben die Eidgenossen, was wir nicht haben? Nun gut, Geld. Aber das kann nicht der einzige Grund sein, weshalb eine Bratwurst bei uns Junk ist, und dort eine schlipstr&auml;gertaugliche Mahlzeit. Ich vertrete die wenig exotische oder originelle Meinung, dass die &#8212; halb kulturell bedingte, halb werbebeschworene &#8212; Billig-Mentalit&auml;t in Deutschland uns in vielen Dingen schadet, auch in den kleinen.</p>
<p>Nun muss man nicht gleich dem &ouml;rtlichen <a href="http://www.slowfood.de/">SlowFood-Convivium</a> beitreten (kann man nat&uuml;rlich). Man sollte einfach nur mal drauf achten, was einem als Essen angeboten wird, und das eine oder andere hinterfragen. Keine ungew&ouml;hnlichen oder schwierigen Fragen. Eher von der Art: m&uuml;ssen &Auml;pfel eine Schiffsreise aus Neuseeland hinter sich haben, geh&ouml;ren in einen Eistee wirklich vierzig W&uuml;rfel Zucker rein, muss Alkohol nach Gummib&auml;rchen schmecken, und sind frittierte K&uuml;chanabf&auml;lle wirklich so vitaminreich wie es auf der tiefgek&uuml;hlten Verpackung steht? Diese Art von Fragen. Leider gilt: Sobald Essen qualitativ akzeptabel wird, wird es uns oftmals als eine Art Luxusgut untergejubelt und mit Mondpreisen belegt. Meine G&uuml;te, ich will keine Filetspitze von einem verzogenen <a target="_blank" href="http://www.kobe-rindfleisch.de/">Kobe-Rind</a> mit abgeschlossener Berufsausbildung, ich will eine Wurst!</p>
<p>Und ich glaube, es gibt so ein Mittelding. Leider nicht von der Wurst, die hat ja bekanntlich nur Enden.</p>
<p>P.S.: Ich habe nichts gegen Th&uuml;ringen, Westfalen, Nord- und Ostdeutschland, und schon gar nicht gegen die Schweiz. Ich habe ja nicht einmal etwas gegen Pinneberg! Aber im Ernst: h&auml;ttet ihr bis hierhin gelesen, wenn nicht ein paar regionale Sticheleien drin gewesen w&auml;ren?&nbsp;&nbsp; :-)</p>
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		<title>Guten Tag, haben sie meine VerkÃ¤uferkarte?</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 10:29:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rude</dc:creator>
				<category><![CDATA[LÃ¤sterliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe mich entschieden: Ich werde es nun wie alle gro&#223;en Einzelhandelsunternehmen machen. Ich f&#252;hre analog zur Kundenkarte eine &#34;Verk&#228;uferkarte&#34; ein. Da werden sich die L&#228;den freuen, denn das zahlt sich f&#252;r sie aus: wenn ich an der Kasse im Super-, Bau- oder Drogeriemarkt an der Schlange anstehe, um mir dort meinen Joghurt, meine Packung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich entschieden: Ich werde es nun wie alle gro&szlig;en Einzelhandelsunternehmen machen. Ich f&uuml;hre analog zur Kundenkarte eine &quot;Verk&auml;uferkarte&quot; ein. Da werden sich die L&auml;den freuen, denn das zahlt sich f&uuml;r sie aus: wenn ich an der Kasse im Super-, Bau- oder Drogeriemarkt an der Schlange anstehe, um mir dort meinen Joghurt, meine Packung D&uuml;bel oder meinen Badeschwamm zu kaufen, und mir der Kassierer seine Ravn-Verk&auml;uferkarte vorzeigen kann, <strong>zahle ich ihm 10% mehr!</strong> Wirklich! Das ist geschenktes Geld, das darf sich doch ein wirtschaftlich denkendes Unternehmen nicht entgehen lassen.</p>
<p><img alt="" src="http://www.ravn.de/contentfiles/Image/blog/verkaeufervorteilskarte.jpg" /></p>
<p>Die Teilnahme ist ganz einfach. Der Kassierer muss nur auf einem Formular seine kompletten Adressdaten, Telefonnummern, Geburtsdatum und ein paar weitere marketingrelevante Daten (vielleicht Familienstand, Einkommen und (bei Damen) K&ouml;rbchengr&ouml;&szlig;e) eintragen. Das kann er einfach machen, w&auml;hrend ich an der Kasse warte. Die nachfolgenden Kunden werden Verst&auml;ndnis haben, dass f&uuml;r Verk&auml;uferbindungsma&szlig;nahmen Zeit sein muss.</p>
<p>Die Daten werden von mir selbstverst&auml;ndlich streng vertraulich behandelt, vorsichtshalber lasse ich aber den kleingedruckten Passus stehen, der es in begr&uuml;ndeten Ausnahmef&auml;llen erlaubt, die Personendaten fast anonymisiert an gute Kumpels weiterzugeben, z.B. im Rahmen eines facebook-Posts, oder sie als CD zu verkaufen, oder einfach so.</p>
<p>Ich werde also bei meinen n&auml;chsten Eink&auml;ufen jedesmal den Verk&auml;ufer zum kostenlosen (!) Erwerb einer Verk&auml;ufer-Vorteilskarte anhalten. Wenn der Verk&auml;ufer Nein sagt, werde ich ihn beim n&auml;chsten Betreten des Ladens trotzdem wieder fragen, schlie&szlig;lich kann ja keiner erwarten, dass ich mir merke, wen ich schon alles gefragt habe! Wenn er sich beschwert, sage ich, die Anweisung zur Frage nach der Karte kommt von meiner Frau, und die kontrolliert das durch verdeckte Pr&uuml;fer unter den Kassierern, und wenn da Nachl&auml;ssigkeiten meinerseits zutage kommen, schmei&szlig;t sie mich raus.</p>
<p>Meine Vermutung ist ja, dass sich trotz dieses lukrativen Angebots die wenigsten Verk&auml;ufer auf den Erwerb der Verk&auml;uferkarte einlassen werden. Die Antworten werden wahrscheinlich (in Reihenfolge der H&auml;ufigkeit der Nennungen) lauten:</p>
<ol>
<li>&quot;Wie bitte? Ham Sie&#8217;n Knall?&quot;</li>
<li>&quot;Das geht Sie gar nichts an. Lassen Sie mich mit dem Quatsch in Ruhe.&quot;</li>
<li>&quot;Wenn wir das f&uuml;r jeden Kunden machen w&uuml;rden, h&auml;tten wir ganz sch&ouml;n viele Karten und w&uuml;rden durcheinanderkommen.&quot;</li>
<li>&quot;Ich habe Ihnen das letzte Mal schon gesagt, dass wir das nicht machen.&quot;</li>
<li>&quot;F&uuml;r so was habe ich jetzt keine Zeit.&quot;</li>
<li>&quot;5% mehr Geld klingt gut, da mach ich mit.&quot; (Aber in die Daten schreibe ich einfach irgendeinen Schei&szlig; rein.)</li>
</ol>
<p>Zuf&auml;llig deckt sich diese Aufz&auml;hlung ziemlich genau mit der Meinung der Kunden zum Thema &quot;Kundenkarten&quot;. Da der Einzelhandel aber an diesem Bindungswerkzeug begeistert festh&auml;lt, kann es so schlecht nicht sein, und ich sehe das einfach etwas unentspannt. Schaun wir mal.</p>
<p>Ich rechne damit, bei einer gewissen Penetranz meinerseits in den L&auml;den Hausverbot zu bekommen. Liebe L&auml;den: &uuml;bertragt bitte einmal das Bild von der Verk&auml;uferkarte auf Eure Kundenkarte, und denkt nach, was dort die Analogie zum Hausverbot ist.</p>
<p>Danke.</p>
<p>Euer ehemalige Kunde</p>
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		<title>Manchmal ist die HÃ¤lfte genau richtig! Das &#8220;Ein Halb&#8221; Musikvideo</title>
		<link>http://www.ravn.de/blog/manchmal-ist-die-haelfte-genau-richtig-das-ein-halb-musikvideo</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 20:54:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rude</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss schon sagen, ich bin ein wenig stolz auf mein neuestes Werk, das Musikvideo zu &#34;Ein Halb&#34; von K&#246;rrie Kantner und der Not So Bigband. Eine Mischung aus klassischem Bandvideo und Foto-Slideshow (der Coolness wegen auf einem iPad pr&#228;sentiert). Grooviger Sound und nette Story, was willste mehr. Wie bei Kleinproduktionen &#252;blich, hat sich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="500" height="306"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/W-2uSyERxdU?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="500" height="306" src="http://www.youtube.com/v/W-2uSyERxdU?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;hd=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Ich muss schon sagen, ich bin ein wenig stolz auf mein neuestes Werk, das Musikvideo zu &quot;Ein Halb&quot; von <a href="http://koerrie.de">K&ouml;rrie Kantner und der Not So Bigband</a>. Eine Mischung aus klassischem Bandvideo und Foto-Slideshow (der Coolness wegen auf einem iPad pr&auml;sentiert). Grooviger Sound und nette Story, was willste mehr.</p>
<p>Wie bei Kleinproduktionen &uuml;blich, hat sich die Arbeit auf wenige H&auml;upter verteilt, und die meine war das Drehbuch, die Regie, die Fotos und die Organisation der Produktion. Neben einem weiteren Zusatzakku f&uuml;r meine Olympus hei&szlig;t das wie immer: Excel-Sheets bis zum Abwinken. Kaum zu glauben, dass ausgerechnet kreative Prozesse dieses stinkendlangweilige Tool so dringend ben&ouml;tigen!</p>
<p>In zwei Drehtagen und zwei weiteren Tagen Fotografie wurden Unmengen von Material geschaffen, von denen jedoch nur etwa ein Hundertstel den viermonatigen Weg in den Film geschafft hat. Da keine der Einstellungen l&auml;nger als zwei Sekunden ist (die meisten sogar deutlich k&uuml;rzer), bleiben sogar von den gro&szlig;artigen Szenen nur Bruchst&uuml;cke &uuml;brig. Nach unz&auml;hligen Tagen mit Konzeption, Organisation, Postproduktion, Photoshop und Reviewschleifen.</p>
<p>Die Computerfestplatte nach einem Musikvideodreh darf man sich in etwa vorstellen wie das Festivalgel&auml;nde am Ende einer riesigen Casting-Show: Die Lichter sind l&auml;ngst aus, die M&uuml;llabfuhr nimmt ihre Arbeit auf. 8 Stunden Band-Videomaterial liegen, ihrer besten St&uuml;cke gefleddert, in der digitalen Gosse des riesigen Speichermediums: Sie haben es nicht in den Film geschafft. Ihre einzige Hoffnung auf ein kleines St&uuml;ck vom Ruhm ist, als Outtake auf dem Bonus Track der DVD zu landen, in die Freakshow der missgl&uuml;ckten Filmaufnahmen. Oder, etwas weniger peinlich, aber auch quasi unbeachtet, ins Making-of.</p>
<p>Neben den Videodateien vegetieren 700 entt&auml;uschte Fotos, meist im speicherfressenden Raw-Format, die meisten unbearbeitet, einige nur einmal durchgebl&auml;ttert und dann verworfen. Ausschuss ist etwas Furchtbares. Aber langweilige Videos auch.</p>
<p>Da haben es die etwa 60 Requisiten besser: sie sind meist geliehen, wurden pfleglich behandelt, und stehen schon l&auml;ngst wieder im heimischen Wohnzimmer des gro&szlig;z&uuml;gigen Spenders, im Theaterfundus oder, wie im Falle der Buddha-Statue, im Friseursalon. Aber auch hier gibt es solche, die zwar unter gro&szlig;em Aufwand hergestellt (eine Geschenkpackung mit sch&ouml;ner roter Schleife) oder besorgt (ein Nummernzettel vom Arbeitsamt oder eine Darth-Vader-Maske) worden sind, aber am Ende aus dem Video herausgenommen wurden, um mehr Ruhe hineinzubringen.</p>
<p>Viele nette Leute haben geholfen: allen voran unser Filmer <a href="http://vimeo.com/facettenfilm" target="_blank">Florian</a> mit seinem dramaturgischen Gesp&uuml;r, der uns beibrachte, dass die Totale nicht nur total, sondern auch total langweilig ist. Und eine ganze Reihe an Besitzern skurriler Gegenst&auml;nde und Musikinstrumente (man beachte den geilen roten Ferrari-Babykontrabass und das Sousaphon), die sich kurz von diesen trennten, damit wir sie als Requisiten nutzen konnten. Die Karikaturen der beiden Protagonisten hat uns <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Schmidt" target="_blank">Roger</a> gezeichnet, dessen Bilder normalerweise in Hochglanzzeitschriften prangen. Wir kriechen also im Staub vor Demut. &nbsp; ;-) &nbsp;&nbsp; Wer Interesse an den <a href="http://koerrie.de/einhalb-video" target="_blank">vollst&auml;ndigen Credits</a> hat, da sind sie zu lesen.</p>
<p>So, und bevor ich nun weitere Excel-Sheets er&ouml;ffne bez&uuml;glich der weiteren Verwendung des Videos, werde ich erstmal ein gutes Bier &#8212; ein Kleines nur, ein Kleines! &#8212; &ouml;ffnen.</p>
<p>Und dann noch eines, denn manchmal ist die H&auml;lfte einfach viel zu wenig.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Endlich was im Fernsehen!</title>
		<link>http://www.ravn.de/blog/endlich-was-im-fernsehen</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 10:19:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rude</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Als gelegentliche Verfolger der Gniechel Show waren meine Band und ich nat&#252;rlich geschmeichelt, als wir gebeten wurden, uns f&#252;r eine halbst&#252;ndige Show einmal auf der Gniechel-Couch breitzumachen. Im tiptop ausgestatteten TIDE-Studio im Osten Hamburgs durften wir, nach initialer Beschallung durch die Goldene Gniechel Showband, uns vom Meister interviewen lassen, um dann noch das A-cappella-St&#252;ck &#34;Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als gelegentliche Verfolger der <a href="http://www.youtube.com/user/GniechelShow" target="_blank">Gniechel Show</a> waren <a href="http://koerrie.de" target="_blank">meine Band</a> und ich nat&uuml;rlich geschmeichelt, als wir gebeten wurden, uns f&uuml;r eine halbst&uuml;ndige Show einmal auf der Gniechel-Couch breitzumachen. Im tiptop ausgestatteten <a href="http://www.tidenet.de/" target="_blank">TIDE</a>-Studio im Osten Hamburgs durften wir, nach initialer Beschallung durch die Goldene Gniechel Showband, uns vom Meister interviewen lassen, um dann noch das A-cappella-St&uuml;ck &quot;<a href="http://koerrie.de/musik" target="_blank">Die Blues Harp</a>&quot; (im Video ab Min. 23:30) live und mit eilig gestrickter Choreographie zum besten zu geben.</p>
<p><object width="500" height="281"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=13185764&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed width="500" height="281" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=13185764&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Eigentlich wollten wir ja auch unser cooles neues Musikvideo von &quot;Ein Halb&quot; zeigen, aber das war leider nocht nicht fertig. So gab&#8217;s dann zumindest die <a href="http://koerrie.de/blues-und-harp-video" target="_blank">Blues- und Harpgeschichten</a>.</p>
<p>Ein netter Abend mit herzlichem Publikum. Das ganze wurde dann am 26.7.2010 um 22.00 Uhr auf TIDE TV ausgestrahlt.</p>
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		<title>Der LÃ¤rm gesprengter Ketten</title>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 09:04:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rude</dc:creator>
				<category><![CDATA[LÃ¤sterliches]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer es noch nicht mitbekommen hat: dies Jahr ist wieder Fu&#223;ballweltmeisterschaft. Das hei&#223;t: Futter f&#252;r Anh&#228;nger Orwell&#8217;scher &#220;berwachungstechnologien, &#252;berteuerte und undurchschaubare Verk&#228;ufe von Tickets und &#220;bertragungsrechten, FIFA-Skandale und auch ein bisschen Fu&#223;ball. Besch&#228;ftigen wir uns jedoch einmal mit den Nationalhymnen. Ich habe im Juni wiederholt die Gelegenheit, in Z&#252;rich einen Klavierabend zu bestreiten, bei welchem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a target="_blank" rel="lightbox[77]" href="/contentfiles/Image/blog/noten_wm_2010.jpg"><img class="contentimg" id="77thumb1" alt="" src="/contentfiles/Image/blog/noten_wm_2010.jpg/thumbnailer/x=500&amp;q=100" /></a></p>
<p>Wer es noch nicht mitbekommen hat: dies Jahr ist wieder  Fu&szlig;ballweltmeisterschaft. Das hei&szlig;t: Futter f&uuml;r Anh&auml;nger Orwell&#8217;scher  &Uuml;berwachungstechnologien, &uuml;berteuerte und undurchschaubare Verk&auml;ufe von Tickets und &Uuml;bertragungsrechten, FIFA-Skandale und auch ein bisschen Fu&szlig;ball.</p>
<p>Besch&auml;ftigen wir uns jedoch einmal mit den Nationalhymnen. Ich habe im Juni wiederholt die Gelegenheit,  in Z&uuml;rich einen Klavierabend zu bestreiten, bei welchem ich das auf Leinwand &uuml;bertragene Spiel  <a href="http://www.fifa.com/worldcup/standings/group=249724/index.html" target="_blank">Griechenland ./. Argentinien</a> als Stummfilm am Klavier  begleiten werde. Da komme ich auch nicht drumrum, mich mit den Hymnen der  L&auml;nder zu befassen.</p>
<p>Zur letzten WM war das Spiel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Weltmeisterschaft_2006/Gruppe_F" target="_blank">Japan ./. Brasilien</a> Thema des Abends. Was f&uuml;r ein Gegensatz: die kurze, gem&auml;chliche, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kimi_Ga_Yo" target="_blank">Unisono-Melodie der Japaner</a> gegen das komplexe rhythmische <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hino_Nacional_Brasileiro" target="_blank">Feuerwerk der Brasilianer</a>! Man stelle sich vor, Brasilien w&uuml;rde das fehlerfreie Aufsingen seiner  Nationalhymne im Ausl&auml;nderintegrationstest vorsehen. Das Land w&auml;re nach  kurzer Zeit wie leergefegt. Die brasilianische Hymne ist unsinnig schnell, schwer  zu spielen, schwer zu singen, temperamentvoll und schmissig.</p>
<p>Diesmal also Griechenland und Argentinien. Auch hier starke regionale Unterschiede, bei welcher sich mir die Frage aufdr&auml;ngt: Welche Aufgaben soll eine Nationalhymne eigentlich erf&uuml;llen? Ohne eine ausreichende statistische Masse betrachtet zu haben, wage ich die Vermutung, dass auf der Nordhalbkugel die Hymnen bewusst so komponiert werden, dass sie jeder Ackergaul mitsingen kann, w&auml;hrend auf der S&uuml;dhalbkugel die eigene Landeshymne von deren Bev&ouml;lkerung im Grunde nicht zu bew&auml;ltigen ist.</p>
<p>Und hier best&auml;tigt sich meine Vermutung erneut: Die Hymne Griechenlands ist einfach, solide, spa&szlig;befreit, selbstsicher und ein bisschen doof, genau wie die deutsche. Selbst die Spieler der Nationalmannschaft k&ouml;nnen sie mitsingen.</p>
<p>Und dann war da noch Argentinien. Ein sch&ouml;nes, bewegtes Land mit einer schwierigen Vergangenheit und steten sozialen Problemen. Idealer N&auml;hrboden f&uuml;r wundersch&ouml;ne depressive Tangos, und eine etwas komische Nationalhymne. Man meint, sie sei extra dazu geschaffen, die eigenen Mitb&uuml;rger zu verunsichern und sie auf einer gesunden Distanz zu ihrem Staat zu halten. Die <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Himno_Nacional_Argentino">argentinische Nationalhymne</a> ist unendlich lang und kompliziert. Sie ist musikalisch trist und der Text voll mit vagen Durchhalteparolen. Sie hat Unmengen unmotivierter Temposchwankungen und Fermaten, und sie hat ein elendlich langes Instrumentalvorspiel!</p>
<p>Interessant zu sehen, wie sich ein solches St&uuml;ck im musikalisch wackligen Fundament einer Fu&szlig;ballmannschaft so schl&auml;gt. Da das St&uuml;ck schon von der schieren L&auml;nge her ungeeignet f&uuml;r einen Einsatz vor dem Anpfiff ist, wird es eigentlich immer irgendwie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=nxXy5egBrFY" target="_blank">gek&uuml;rzt</a>, aber immer anders. Schaut man sich die Aufzeichnungen fr&uuml;herer Spiele an, muss man unweigerlich schmunzeln, da die aufgereihten Spieler w&auml;hrend des langen Vorspiels <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Nbk3ZKdmP6E">unsichere Blicke austauschen</a>, wann&#8217;s denn nun losgeht. Ich vermute, der Mannschaftskapit&auml;n entscheidet dies. Das Wort &quot;Spielf&uuml;hrer&quot; erh&auml;lt hier eine neue Bedeutung, und die Person eine neue Verantwortung. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=4I1CkESdEaA" target="_blank">Hin und wieder</a> wird auch nur das Instrumentalvorspiel gebracht, vermutlich aus R&uuml;cksicht auf die Konzentration der Fu&szlig;baller.</p>
<p>F&uuml;r die Stummfilmbegleitung ist diese Hymne extrem undankbar: da ich ja nichts h&ouml;re, sind meine einzige Orientierung die Feldspieler, und die verstehen das St&uuml;ck selbst nicht.</p>
<p>Ich muss zugeben, mein Interesse an diesem Land ist gestiegen. Und da ich den Tango eh im letzten Jahr vernachl&auml;ssigt habe: mal sehen, was der Urlaubskalender 2011 so hergibt. Aber erstmal: sch&ouml;ne WM! Frohes Buffen! Pauli!</p>
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		<title>Tante-Emma-Runterladen</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 20:01:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rude</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Mir l&#228;uft das Wasser im Mund zusammen: 100 Gramm feiner Kochschinken, ein Sonderangebot. Zwar ben&#246;tige ich die auf der Packung festgeklebten Dreingaben (eine Schachtel Rei&#223;zwecken und einen Gutschein f&#252;r die einmonatige kostenlose Nutzung einer Badezimmerkachel) nicht, aber die kann ich ja zuhause gleich wegwerfen, und auch das Probeabonnement des &#34;Vereinsblatts der Heimtierz&#252;chter&#34; kann man ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p><em>Mir l&auml;uft das Wasser im Mund zusammen: 100 Gramm feiner Kochschinken, ein Sonderangebot. Zwar ben&ouml;tige ich die auf der Packung festgeklebten Dreingaben (eine Schachtel Rei&szlig;zwecken und einen Gutschein f&uuml;r die einmonatige kostenlose Nutzung einer Badezimmerkachel) nicht, aber die kann ich ja zuhause gleich wegwerfen, und auch das Probeabonnement des &quot;Vereinsblatts der Heimtierz&uuml;chter&quot; kann man ja unkompliziert schriftlich wieder k&uuml;ndigen.</em></p>
<p><em>Ich gehe zur Kasse. Die ist nicht ganz einfach zu finden, da der Wegweiser v&ouml;llig falsch geschrieben ist, in die verkehrte Richtung zeigt, und die T&uuml;r zum Kassenraum klemmt, aber durch den verschneiten Lieferanteneingang gelingt es mir dann doch, zur Bezahlstelle vorzudringen. Ich n&auml;here mich der Kassiererin mit einem fr&ouml;hlichen &quot;Guten Tag&quot;. Sie reagiert nicht. Ich tippe ihr auf die Schulter, immer noch keine Reaktion. Ein Freund erz&auml;hlte mir, in so einer Situation gehe ich am besten noch einmal zur&uuml;ck zur T&uuml;r, wiederhole meinen Gru&szlig;, und manchmal klappt es dann. Nach nicht einmal zehn Minuten habe ich meinen Einkauf bezahlt. Die ec- und die Visakarte sowie die Barzahlung wurden von der Kassiererin zwar nach dem Ausf&uuml;llen des Kaufvertrags abgelehnt (</em><em>zu meiner eigenen Sicherheit)</em><em>, die Bezahlung geschieht hier ganz praktisch durch Glasperlen, mit welchen man hervorragende Erfahrungen gemacht hat, und welche ich bei Schr&ouml;ders Bastelstube </em><em>(nach eigener Aussage Marktf&uuml;hrer bei sicheren Bezahlsystemen) </em><em>im benachbarten Stadtteil bequem kaufen konnte. Jetzt noch flugs die dringend ben&ouml;tigten Daten aus meinem F&uuml;hrerschein, meinem Reisepass und meinen vorgelegten Kontoausz&uuml;gen abgeschrieben, der Schufa-Auskunft zugestimmt, dann kann ich schon fast meinen Kochschinken in Empfang nehmen. Ich lehne freundlich die Plastikt&uuml;te voll mit Werbeunterlagen einer Matratzenfirma ab, finde sie sp&auml;ter dennoch in meiner Einkaufst&uuml;te wieder.</em></p>
<p><em>Ich muss nun nur noch den Lieferantrag, der mir per Post nach Hause geschickt wird, abholen, den 20-stelligen Authentizit&auml;tscode abschreiben und bei der Kollegin an der Warenausgabe des Supermarkts vorzeigen. Ich tue dies, und sie h&auml;ndigt mir eine Packung aus. Dort ist zwar Schwarzw&auml;lder Schinken drin, ich reklamiere, sie verweist m&uuml;rrisch auf einen Passus in den Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen, welche zerkn&uuml;llt hinter der K&uuml;hltruhe kleben, in denen doch schlie&szlig;lich klipp und klar stehe, dass der Supermarkt zu diesem Austausch befugt sei. Au&szlig;erdem sei Schwarzw&auml;lder Schinken doch viel besser als Kochschinken. Nicht auf einer Pizza, skandiere ich und werde ignoriert.<br />
</em></p>
<p><em>Als ich zuhause ankomme, bemerke ich, dass sich ein kleiner Mann in den Kofferraum geschmuggelt hat. Er steigt aus, springt zur Wohnungst&uuml;r hinein und versteckt sich in der K&uuml;che hinter dem Herd. Von dort lugt er hin und wieder hervor, und h&auml;lt mit seinem Mobiltelefon den Schinkenhersteller auf dem Laufenden dar&uuml;ber, ob ich denn den Schinken auch nur f&uuml;r die vorgeschriebenen Zwecke gebrauchen und ihn insbesondere auch nicht meinen Nachbarn ausleihen oder ihn gar weiterverkaufen w&uuml;rde.</em></p>
<p><em>Der Schinken ist &uuml;brigens gar nicht so gut wie in der Werbung angepriesen. Die Packung geht sehr schwer auf, er sieht komisch aus und passt geschmacklich gar nicht zu meinem anderen vorhandenen Pizzabelagen. Ich bin entt&auml;uscht &#8212; nicht unbedingt wegen des Schinkens oder des herausgeworfenen Geldes, sondern &auml;rgere mich &uuml;ber den betriebenen Aufwand beim Kauf, und auch &uuml;ber den kleinen Mann, welcher sich weigert, hinter dem Herd hervorzukommen, und von dort lauthals der Nachbarschaft meine Kontoausz&uuml;ge und Privatkorrespondenz vorliest.<br />
</em></p>
<p><em>Das n&auml;chste Mal klaue ich mit den Schinken lieber im Laden.</em></p>
<p><em>Ich lese sp&auml;ter in der Zeitung, der Kochschinkenhersteller sei mit dem Umsatz seines Produktes unzufrieden. Er werde als Folge das Werbebudget erh&ouml;hen, und verkaufe den Kochschinken nur noch als verstecktes Zweijahresabonnement.</em></p>
</blockquote>
<p>Lieber Leser,</p>
<p>an welcher Stelle des Kochschinkenkaufs h&auml;tten Sie den Kaufvorgang abgebrochen, dem Verk&auml;ufer einen Vogel gezeigt und w&auml;ren unverrichteter Dinge wieder nach Hause gefahren? Ich vermute, bei den Rei&szlig;zwecken. Nur die ganz Hartgesottenen unter Ihnen h&auml;tten wirklich die Kasse gesucht.</p>
<p>Stellen Sie sich nun aber vor, das erworbene Produkt hie&szlig;e nicht &quot;Kochschinken&quot;, sondern &quot;Kochschinken&reg; Pro&quot; und sei eine Software, und finden Sie sich in der duftigen Kl&auml;rgrube der Realit&auml;t wieder. Hand aufs Herz: wer von Ihnen hat sich schon einmal eine Software im Internet so einfach gekauft und installiert, wie (&uuml;bertragend gemeint) den Schinken f&uuml;r eine Pizza? Ich stelle mir das so vor: auf &quot;Kaufen&quot; klicken, die Kreditkartendaten oder die Bankverbindung (f&uuml;r einen Einzug) eingeben, Produkt und Betrag abnicken, Download beginnt, Software installieren, Ruhe. Irgendjemand? Bueller?</p>
<p>Also, ich nicht. Der letzte Vorgang, der nach tadellos gestalteten Bannern, Testimonials und Featurelisten auf der Anbieterseite erwartungskonform funktioniert, ist der Mouseclick-Event des &quot;Buy Now&quot;-Buttons. Dieser katapultiert den Websitebesucher in ein Paralleluniversum, in welchem vielleicht noch die Schwerkraft, nicht aber der Menschenverstand gilt, und mal drin rumgeklickt scheint auf Anbieterseite auch niemand zu haben. Ich beobachte Fehler in der Lokalisierung (z.B. f&uuml;r den internationalen Versand bei der Adresseingabe &quot;Bundesstaat&quot; als Pflichtfeld-Dropdown. Liegt Hamburg jetzt in &quot;Alabama&quot; oder &quot;Wyoming&quot;?), unsinnige technische Einschr&auml;nkungen (&quot;F&uuml;r dieses Formular ben&ouml;tigen Sie den Internet Explorer 7 und ein installiertes Java&quot; &#8212; Himmelherrgott, es ist ein <u>Formular</u>!) und schwere Verst&ouml;&szlig;e gegen das Datensparsamkeitsgebot: offenbar scheint es die Marketingabteilungen der Anbieterfirmen aber nicht zu st&ouml;ren, dass die H&auml;lfte Ihrer Kunden in der Mickymausstra&szlig;e 111 wohnen und am 11.11.1111 geboren sind.</p>
<p>Es folgt der Test, welche der Einweg-Mailadressenanbieter nicht auf der Blacklist des Versendersystems sind, um alsdann die &quot;G&uuml;ltigkeit der Mailadresse&quot; zu bezeugen&#8230; kopfsch&uuml;ttel. Mal angenommen, der Download funktioniert und die gezippten Dateien sind nicht korrupt und vollst&auml;ndig. Dann folgt der schmerzvolle Prozess der Produktaktivierung. Ich kenne mehr als eine Person, die nach mehreren Stunden erfolglosen Herumklickens auf Aktivierungssites, vergeblichen Wartens auf Best&auml;tigungsmails, Anrufen bei nicht erreichbaren Hotlines der Softwareh&auml;user, erneuter Installation und manuellen Editierens der Registry sich dann f&uuml;r ihre gekaufte Software den Produktschl&uuml;ssel doch von irgendeinem russischen Pornoserver runtergeladen haben, weil dies wenigstens anstandslos funktioniert. Ich war neulich beim Erwerb der &quot;Kontakt&quot;-Musiksoftware der gro&szlig;artigen Musiksoftwarefirma &quot;Native Instruments&quot; auch soweit; meine Motivation zum tats&auml;chlichen Abschluss des vierst&uuml;ndigen Softwareaktivierungsvorgangs zog ich einzig aus meiner Unkenntnis russischer Pornoserver.</p>
<p>Genug! Ich fordere: <strong>Software zu Schinken!</strong> Und stelle folgende Thesen auf:</p>
<ol>
<li>Software ist kein besonderes Produkt und unterscheidet sich in keinem wesentlichen Punkt von Kochschinken. Nein, ist es nicht, und tut es nicht.</li>
<li>Mi&szlig;trauen macht mi&szlig;trauisch. Neugierde wird mit Fehlinformationen bestraft. Und Russland ist gro&szlig; und hat viele Server.</li>
<li>Viel Software wird nicht verkauft, weil die Kunden den Kaufprozess nicht durchlaufen wollen oder k&ouml;nnen. Und sie k&ouml;nnte wesentlich wirtschaftlicher verkauft werden, wenn alles, was nicht direkt mit dem Softwareprodukt zusammenh&auml;ngt, wegfiele. Ja, tut mir leid, auch das Rei&szlig;zwecken-Abo interessiert den Kunden nicht.</li>
<li>Es wird viel Geld f&uuml;r Dongles, Kopierschutz und Spionagesoftware ausgegeben, und wenig f&uuml;r die Qualit&auml;tssicherung des Kaufformulars. Es wird viel M&uuml;he investiert f&uuml;r alles <strong>vor</strong> dem &quot;Buy Now&quot;-Button, und wenig f&uuml;r alles <strong>danach</strong>.</li>
</ol>
<p>Ich bestelle mir jetzt eine Pizza. Sollen die vom Pizzadrive sich doch mit dem Kauf von Kochschinken auseinandersetzen. F&uuml;r diese Dienstleistung zahle ich auch gern nen Euro mehr.</p>
<p>Und wer einen russischen Pornoserver wei&szlig;, hinterlasse den bitte im Kommentarfeld. Vielleicht braucht den ja jemand beim n&auml;chsten Softwarekauf.</p>
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		<title>Ein WeihnachtsgruÃŸ zum geschriebenen Wort</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 17:04:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rude</dc:creator>
				<category><![CDATA[LÃ¤sterliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Lieber Leser. Vielleicht ist es &#252;bertrieben, wenn ich bei der Anrede in der Einzahl bleibe. Aber so viele Leute lesen meinen Blog auch nicht, dass ich ohne hochzustapeln mit &#34;Werte Massen&#34; beginnen k&#246;nnte. Deutlicher gesagt: Das, was ich hier hin und wieder schreibe, liest praktisch kein Schwein. Ich bin mir dessen bewusst, bin mit dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Leser.</p>
<p>Vielleicht ist es &uuml;bertrieben, wenn ich bei der Anrede in der Einzahl bleibe. Aber so viele Leute lesen meinen Blog auch nicht, dass ich ohne hochzustapeln mit &quot;Werte Massen&quot; beginnen k&ouml;nnte. Deutlicher gesagt: Das, was ich hier hin und wieder schreibe, liest praktisch kein Schwein. Ich bin mir dessen bewusst, bin mit dieser Tatsache im Frieden, denn ich bin in guter Gesellschaft: Viele Leute auf der Welt schreiben sich die Seele aus dem Leib, ohne dass es je gelesen wird.</p>
<p>Klassifizieren wir diese Schriftst&uuml;cke &ndash; nennen wir sie hier einmal <strong>Write-Only-Media (WOM)</strong> &ndash; einmal grob in zwei Gruppen:</p>
<p>a) solche, die mit wenig Aufwand und in geringer St&uuml;ckzahl produziert werden und nur marginale Verbreitung erfahren, z.B.:</p>
<ul>
<li>dieser Blog,</li>
<li>der Liebesbrief von dem fahlgesichtigen Streber aus der 8b,</li>
<li>Tageb&uuml;cher,</li>
<li>Beschwerdebriefe an die Telekom, usw.</li>
</ul>
<p>b) und solche, die au&szlig;erordentlich aufw&auml;ndig, in schierer Unzahl und mit teils weiltweiter Verbreitung gedruckt, publiziert und verteilt werden. Und trotzdem keinen einzigen Leser finden.</p>
<p>Was f&uuml;r welche sind das? Nun, es gibt sie massenhaft und &uuml;berall! Ein weihnachtliches Beispiel:</p>
<p>Mein kleiner Sohn bekam zu Weihnachten eine Werkbank geschenkt, mit kindgerechtem Plastikwerkzeug und einer kleinen batteriebetriebenen Bohrmaschine. Das Bundle kam mit nicht weniger als acht unterschiedlichen Begleitzetteln, auf denen auf fast allen stand &quot;Wichtige Informationen! Unbedingt sorgf&auml;ltig durchlesen und aufbewahren!&quot;. Nun lesen wir grunds&auml;tzlich keine Begleitzettel. Mein Sohn nicht, weil er nicht lesen kann, und ich nicht, weil ich als Mann selbstverst&auml;ndlich kompetent genug bin, jeden mir vorgelegten Gegenstand aus dem Stand heraus montieren und bedienen zu k&ouml;nnen. Erst recht ein Kinderspielzeug!</p>
<p>Auff&auml;llig an der Werkbank ist jedoch ein (ebenfalls aus kindgerechtem weichmacherfreien Kunststoff gefertigter) Schraubstock, der schlicht ohne erkennbare Funktion ist. Nun habe ich das nicht wirklich erwartet: die Kneifzange und der Hammer funktionieren ja schlie&szlig;lich &ndash; aus gutem Grunde &ndash; auch nicht. Dennoch entschloss ich mich, doch einmal die Beilegezettel zu &uuml;berfliegen, ob mir vielleicht doch bei der Montage ein Fehler unterlaufen sei. Und so sah ich also das ganze Elend:</p>
<ol>
<li>ein Blatt mit vagen Sicherheitsbestimmungen und Warnhinweisen (&quot;Achtung! Nicht &uuml;ber die vom Hersteller angegebene Belastungsgrenze hinaus beanspruchen!&quot;),</li>
<li>eines mit nicht minder vagen Entsorgungsrichtlinien (&quot;ggf. im Lieferumfang vorhandene elektronische Bestandteile sind fachgerecht zu entsorgen&quot;),</li>
<li>ein Garantiezertifikat, das jedoch nur dann g&uuml;ltig ist, wenn das Spielzeug &quot;vom Fachh&auml;ndler montiert wird&quot; (hallo, es ist eine Kinderwerkbank mit daumengro&szlig;en Plastikschrauben!) und ferner mit Unterschrift, Kaufdatum und Stempel von einer nicht spezifizierten Stelle ausgestellt werden muss (das Garantiezertifikat ist &uuml;brigens in Plastik eingeschwei&szlig;t tief unten im versiegelten Pappkarton untergebracht. Viel Spa&szlig; im Spielzeugladen.),</li>
<li>ein Blatt mit Richtlinien f&uuml;r korrektes Einsetzen und Entsorgung der Batterien (welches jedoch sich dar&uuml;ber ausschweigt, wo sich denn eigentlich das Batteriefach verbirgt),</li>
<li>eine Liste von kompetenten Fachh&auml;ndlern im europ&auml;ischen Ausland (praktisch, wenn man die einen halben Kubikmeter messende Werkbank gerade mit dem Flieger nach Madrid transportiert hat),</li>
<li>ein Blatt, das die Konformit&auml;t irgendeiner mir unbekannten und nicht n&auml;her spezifizierten T&Uuml;V- oder CE-Richtlinie beurkundet,</li>
<li>ein Blatt mit Modellnummern (ohne Abbildungen) und Bezugsadressen f&uuml;r ein offenbar von der gleichen Firma angebotenes Zubeh&ouml;r, dessen Bezug zum erworbenen Produkt mir nicht klar ist,</li>
<li>und &ndash; endlich &ndash; eine Montageanleitung. Kurz gefasst, zw&ouml;lfsprachig, der deutsche Teil immerhin weitgehend rechtschreibfehlerfrei, und ganz offensichtlich einer fr&uuml;heren Produktserie mit vollst&auml;ndig anderen Teilen zugeh&ouml;rig, somit praktisch nutzlos. Immerhin: der Skizze nach soll die nach einem Schraubstock aussehende Vorrichtung gar nicht wirklich funktionieren, wahrscheinlich aus Sicherheitsgr&uuml;nden.</li>
</ol>
<p>Acht Dokumente, welche allesamt mehr oder weniger m&uuml;hevoll, jedoch zeitaufwendig konzipiert, formuliert, geschrieben, &uuml;bersetzt, qualit&auml;tsgesichert, gedruckt, einget&uuml;tet und versandt worden sind. Um beim Empf&auml;nger, noch nach Druckerschw&auml;rze duftend, sofort im Altpapier zu landen. Das sind Write-Only-Medien der Klasse b).</p>
<p>Dieser zweiten, bedauernswerten Gruppe von Autoren gilt mein weihnachtliches Mitgef&uuml;hl. Warum? Nun, den Kollegen der WOM Klasse a) macht ihr M&uuml;hsal vermutlich zumindest Freude. Oder sie schreiben sich den Frust von der Seele. Oder sie pflegen zumindest ihre literarischen Grundkenntnisse.</p>
<p>Aber Euch, Ihr Autoren der WOM Klasse b)? Macht es Euch Spa&szlig;, EU-regelkonforme Sicherheitsrichtlinien und Warnhinweise zu schreiben? F&uuml;hlt Ihr Euch befreit, wenn das von Euch m&uuml;hsam erstelle Endbenutzer-Lizenzabkommen (EULA) von 20 Bildschirmseiten L&auml;nge endlich</p>
<div style="border: 1px solid black; overflow: scroll ! important; font-weight: bold; font-size: 7px; height: 40px; width: 200px; line-height: 1em; font-family: Times New Roman;">IN UNLESERLICHEM FETTEN DAUERGROSSDRUCK MIT MIKROSKOPISCH KLEINEM SCROLLBALKEN IN TIMES NEW ROMAN SECHS PIXEL IN DUNKELGRAU AUF SCHWARZ IN EINEM ZWEI MAL SECHS ZENTIMETER GROSSEM TEXTFELD DAS SICH SO FUMMELIG BEDIENEN L&Auml;SST UND KEIN &Uuml;BERFLIEGEN SEINES INHALTES ZUL&Auml;SST, SO DASS MAN GAR NICHT MERKT, DASS DER REST AUS BLINDTEXT ZWEI BOXK&Auml;MPFER JAGEN EVA QUER DURCH SYLT THE QUICK BROWN FOX JUMPS OVER THE LAZY DOG LOREM IPSUM DOLOR SIT AMET UT PURUS EST LEO SED CONDIMENTUM SEMPER DONEC VELIT NEQUE MAECENAS ULLAMCORPER</div>
<p>auf der Website prangt? Bekommt ihr begeisterte Leserbriefe f&uuml;r den haftungsbeschr&auml;nkenden E-Mail-Footer und den kugelsicheren Website-Disclaimer? Oder wenigstens viel Geld?</p>
<p>All ihr Autoren von Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen, Arbeitsanweisungen, Image-Brosch&uuml;ren und Beipackzetteln, von Versicherungsbedingungen, Reklame-Pop-Ups und Werbebeilagen, von README- und license.txt-Dateien. Vielleicht ergibt Eure Arbeit einen Sinn. Ich m&ouml;chte aber nicht mit Euch tauschen. Meine W&ouml;rter werden ebensowenig gelesen wie Eure, aber zumindest schreibe ich sie freiwillig, gehe damit fast niemandem absichtlich auf den Geist, und die Herstellung und Verbreitung geschieht vergleichsweise CO<sub>2</sub>-neutral.</p>
<p>Sollte tats&auml;chlich irgendjemand bis hierhin gelesen haben, bitte ich ihn, zum Beweis als Kommentar das Wort &quot;Gummistiefel&quot; zu hinterlassen.</p>
<p>Frohen Jahresausklang,</p>
<p>Euer Rude</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Eben noch live, jetzt live!</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 22:15:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rude</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[WWW]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem heutigen Tage sind K&#246;rrie Kantner And His Not So Bigband nicht nur auf den B&#252;hnen der norddeutschsprachigen Welt, sondern auch im Web vertreten: http://koerrie.de hat heute nach kurzen Betastadium das Internet betreten, um es mit Konzertank&#252;ndigungen, Infos, Fotos und ein paar Songs zu versorgen. Und wer es ganz aktuell haben will, kann uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://koerrie.de" target="_blank"><img width="250" height="175" alt="" class="contentimg right" src="http://www.ravn.de/contentfiles/Image/blog/website-koerrie.jpg" /></a>Mit dem heutigen Tage sind <a href="http://koerrie.de" target="_blank">K&ouml;rrie Kantner And His Not So Bigband</a> nicht nur auf den B&uuml;hnen der norddeutschsprachigen Welt, sondern auch im Web vertreten: <a href="http://koerrie.de" target="_blank">http://koerrie.de</a> hat heute nach kurzen Betastadium das Internet betreten, um es mit Konzertank&uuml;ndigungen, Infos, Fotos und ein paar Songs zu versorgen. Und wer es ganz aktuell haben will, kann uns auch auf <a href="http://twitter.com/not_so_bigband" target="_blank">twitter begleiten</a>.</p>
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