web2.0expo – Mittwoch: Geben und Nehmen im Web

Millionen Leute schuften kostenlos, um das Web mit Daten zu versorgen, und ein paar findige Entwickler machen aus diesen Daten tolle Anwendungen und geben sie der Community zurück: OpenStreetMap sammelt GPS-Daten von herumfahrenden Autos und herumsteigenden Bergsteigern, und erstellt daraus frei verfügbare Geodatenbanken und Straßenkarten. Microsoft sammelt aus dem Web fotografische Schnappschüsse von Gegenden und komponiert diese rechnerisch aufwendig zu 3D-Atlanten („photosynth„), sehr groovy. Natürlich alles beta. Wenn überhaupt. Amazon hilft mit AWS-Diensten wie S3 und EC2 finanzschwachen Startups bei der Ideenverwirklichung. So bietet das Startup g.ho.st seinen Benutzern den „überall verfügbaren PC “ (ein persönliches Online-Betriebssystem), ohne auch nur einen einzigen Rechner zu besitzen. Zwischen den Technik-Knowhow-Vorträgen hält Jesse James (nein, nicht der) Garrett ein flammendes Plädoyer für gutes Produkt- und Website-Design: „Create a beautiful, elegant solution that works.“ Gegenbeispiel: Der Videorekorder ist ausgestorben, noch bevor es jemandem gelungen ist, seine Uhr richtig einzustellen.

Auf der abendlichen Konferenzparty im angeblich total angesagten 40seconds-Club kann man angeblich wertvolle Kontakte mit angeblich total interessanten Leuten pflegen. Wie dies bei 90 Dezibel drinnen und -10 Grad draußen gehen soll, ist mir ein Rätsel. Das Publikum jedoch besteht größtenteils aus Finnen, denen das Frieren und Schreien nichts ausmacht, solange es alkoholische Getränke gibt.

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